Algerische Gesellschaft in Deutschland e.V. - algid



 



Diese Seite beinhaltet Presseartikel mit Bezug auf das deutsch-algerische Zusammenleben, sowie Links zu verschiedenen Pressemedien

 

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Auszug aus welt-online
 
28. Januar 2008, 07:00 Uhr
Von Philip Jenkins
Demographischer Wandel

Wird Europa wirklich islamisiert?

Groß ist in Europa die Furcht, islamisiert zu werden. Bei uns sinken die Geburtenraten auf historische Tiefstände, während sich unsere muslimischen Nachbarn seit jeher über Kinderreichtum freuen. Doch Europas Angst ist unberechtigt: Viele muslimische Frauen denken immer europäischer.
Muslime Frauen
Muslimische Frauen werden von neuen Erwartungen und Möglichkeiten geprägt. Und sie wissen: Wer außerhalb der eigenen vier Wände Karriere machen will, kann sich nicht unbedingt um sechs oder sieben Kinder kümmern.
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Das Bild der leeren Wiege ist ein weitverbreiteter europäischer Albtraum. Die Demografie formt ja die Gesellschaft, und eine Gesellschaft mit sehr wenigen Kindern läuft Gefahr, alt, matt und unbeweglich zu werden. Nicht weniger beängstigend für die Europäer ist der Gedanke, ihre kinderreichen, muslimischen Nachbarn auf der anderen Seite des Mittelmeers hätten solche Probleme nicht.
Setzt man diese beiden Bilder zusammen – ein unfruchtbares Europa und einen sehr fruchtbaren Dar al-Islam –, so liegt der Gedanke nahe, Europa könnte eines Tages von der schieren Macht der Bevölkerungszahlen überwältigt werden. Diese Vorstellung ist jedoch ziemlich überholt.
Von den Kommentatoren kaum bemerkt, haben mehrere muslimische Schlüsselstaaten in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen dramatischen, geradezu revolutionären demografischen Wandel erlebt, der sich als der bedeutendste Langzeittrend im Nahen und Mittleren Osten herausstellen könnte. Europäische Muster machen sich nämlich im gesamten Mittelmeerraum breit, mit den entsprechenden Folgen für die politische, kulturelle und religiöse Stabilität.

Europäische Wissenschaftler haben längst die Faustregel aufgestellt, dass eine Frau umso weniger Kinder hat, je näher sie an Rom lebt. Erstaunlicherweise gilt das gleiche für die muslimische Seite des Mittelmeers.

Damit die Bevölkerung eines Landes stabil bleibt, ist eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau nötig. Bekanntlich liegen viele europäische Staaten unter diesem Erhaltungsniveau. Deutschland hat eine Fruchtbarkeitsziffer von 1,4. Italien und Spanien liegen bei 1,3. Verglichen mit der für Drittweltländer typischen hohen Geburtenrate, wie sie bis vor Kurzem auch in Nordafrika und im Nahen Osten zu beobachten war, sind diese europäischen Zahlen geradezu verschwindend klein.

Doch auch dort sind Kinder viel seltener geworden. Allein in den vergangenen 25 Jahren ist die Fruchtbarkeitsziffer in Algerien von 6,7 auf 1,86, in Tunesien von 4,8 auf 1,73, in der Türkei von 2,7 auf 1,89 gesunken. All diese Länder liegen nun deutlich unter Erhaltungsniveau, und ihre Geburtenrate sinkt weiter von Jahr zu Jahr. Bald dürfte ihr Profil dem Deutschlands oder Italiens gleichen. Und obwohl Nachbarstaaten wie Marokko nach wie vor über Erhaltungsniveau liegen, haben sich auch deren Geburtenraten seit den 80er-Jahren halbiert. Überall im Mittelmeerraum kommen Wiegen aus der Mode.

Um zu verstehen, woher dieser Wandel rührt, müssen wir die muslimischen Länder, die sich am rasantesten verändert haben – wie Algerien und die Türkei –, mit jenen Gesellschaften vergleichen, die demografisch noch ein Drittweltprofil aufweisen – wie Ägypten, Syrien und Saudi-Arabien.
 

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In der " DER SPIEGEL" -Ausgabe vom 21.01.08 ist eine interessanter Artikel über die Frauen Algeriens ( oder besser die Frauen Algiers ) nachzulesen. Wie jeder Artikel SPIEGELt auch nur dieser den mehr oder weniger subjektiven Blickwinkel seines Autors wieder.

 

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DER SPIEGEL 

 

 

 

 

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18/01/2008 10.17.03

Algerien: Drittgrößte Moschee

In der Hauptstadt Algier entsteht bald die drittgrößte Moschee der Welt. Den Zuschlag für den Bau erhielten bei einem Wettbewerb zwei Unternehmen aus Deutschland. Die Riesen-Moschee soll in ihren Dimensionen nur noch den islamischen Gebetshäusern von Mekka und Medina etwas nachstehen. Ihr Minarett hingegen soll das höchste der Welt werden. Im Maghreb machte in den letzten Jahren vor allem Marokko mit einem spektakulären Moscheebau in Casablanca von sich reden.

(ap/ag 18.01.2008 sk)

 

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